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Das `!Universal Disk Format`! (`!UDF`!) ist ein von der `F33f`_`[Optical Storage Technology Association`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Optical_Storage_Technology_Association]`_`f (OSTA) entwickeltes und spezifiziertes, vor allem bei `F33f`_`[DVDs`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=DVD]`_`f verwendetes, plattformunabhängiges `F33f`_`[Dateisystem`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Dateisystem]`_`f, welches zunehmend das ältere `F33f`_`[ISO-9660`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=ISO_9660]`_`f-Format ablöst. UDF wurde als `!ISO 13346`! normiert, das auch unter dem Namen `!ECMA-167`! bekannt ist. Prinzipiell ist UDF jedoch für alle RW- und RO-Medien sinnvoll einsetzbar, inklusive `F33f`_`[Festplatten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Festplattenlaufwerk]`_`f, sofern das verwendete `F33f`_`[Betriebssystem`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Betriebssystem]`_`f UDF unterstützt.
Im Vergleich zu ISO 9660 fallen bei UDF einige Beschränkungen weg:
• Dateinamen können bei UDF bis zu 255 Zeichen lang sein, wobei aus insgesamt 64.000 möglichen Zeichen gewählt werden kann. (Zum Vergleich: Bei ISO 9660 Level 1: bis zu 8 Zeichen für den Dateinamen plus 3 für die Dateinamen-Erweiterung; bei ISO 9660 Level 2: bis zu 31 ISO-Zeichen; bei `F33f`_`[Joliet`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Joliet_(Dateisystem)]`_`f: bis zu 64 Unicode-Zeichen.)
• Keine Beschränkung der Verzeichnistiefe auf acht Ebenen; maximale Pfadlänge: 1023 Zeichen.
• Unterstützung von 8- und 16-Bit-Zeichensätzen.
• Unterscheidung der Groß- und Kleinschreibung in Dateinamen.
• Speicherung der Dateiattribute verschiedener Betriebssysteme.
• Erweiterung der möglichen Größe des Dateisystems in den `F33f`_`[Tebibyte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Binärpräfix]`_`f-Bereich; Aufhebung der maximalen Dateigröße von zwei `F33f`_`[Gibibyte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Binärpräfix]`_`f.
• Optimierungen für das Beschreiben von `F33f`_`[DVD±R`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=DVD±R]`_`f/`F33f`_`[DVD-RW`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=DVD]`_`f und `F33f`_`[DVD-RAM`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=DVD-RAM]`_`f.
>>Contents
• `F0af`_`[Kompatibilität`#kompatibilit-t]`_`f
• `F0af`_`[Versionen`#versionen]`_`f
• `F0af`_`[Normen und Standards`#normen-und-standards]`_`f
• `F0af`_`[Siehe auch`#siehe-auch]`_`f
• `F0af`_`[Literatur`#literatur]`_`f
• `F0af`_`[Weblinks`#weblinks]`_`f
• `F0af`_`[Einzelnachweise`#einzelnachweise]`_`f
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>>Kompatibilität
Eine Kompatibilität von UDF-Medien zu ISO 9660 kann durch `*DVD MicroUDF`* mit einem `*ISO 9660 Level 3`*-Layer hergestellt werden; die so entstehende `*UDF/ISO-Bridge-Disc`* kann dann, je nach Treiber, als UDF- oder ISO-Medium identifiziert werden. Durch die `*UDF/ISO-Bridge`* ist ein älteres Betriebssystem oder Gerät, etwa beispielsweise `F33f`_`[Windows 95`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Microsoft_Windows_95]`_`f oder ein gängiger DVD-Player, in der Lage, die enthaltenen Dateien aus dem ISO9660-Dateisystem zu lesen, während modernere Betriebssysteme oder Geräte das ebenfalls enthaltene UDF-Dateisystem verwenden. Alle neueren `F33f`_`[Windows`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Microsoft_Windows]`_`f-Versionen unterstützen bereits den Lesezugriff auf UDF, jedoch nicht in jeder UDF-`F33f`_`[Version`#versionen]`_`f. `F33f`_`[Linux`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Linux]`_`f ab `F33f`_`[Kernel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Linux_(Kernel)]`_`f 2.6, `F33f`_`[Mac OS`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mac_OS_(Apple)]`_`f ab 8.6 unterstützen UDF lesend und schreibend zumindest bis UDF 1.50, Windows ab `F33f`_`[Vista`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Microsoft_Windows_Vista]`_`f bis UDF 2.50. Linux kann UDF bis Version 2.60 lesen, aber UDF 2.50 ist das Maximum, was `*mkudffs`*, die UDF-Komponente sämtlicher Opensource-Brennprogramme, erstellen kann. UDF-Dateisysteme höherer Versionen als 2.01 können vom Linux-UDF-Treiber selbst nicht beschrieben werden. Zum Erstellen und Brennen von UDF 2.5 und 2.6 ist unter Linux das kommerzielle `*Nero Linux 4`* bis dato die einzige Option.
UDF-CDs/DVDs oder entsprechende ISOs lassen sich mit geeigneten Tools erstellen, die zusammen mit dem Betriebssystem oder der jeweiligen Distribution mitgeliefert werden. Hingegen war in den 2000er-Jahren unter Windows und Mac OS der Zukauf eines kostenpflichtigen Brennprogramms oft Voraussetzung gewesen.
Das UDF-Format ist zudem das bevorzugte Dateisystem für `F33f`_`[Packet-Writing`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Packet-Writing]`_`f. Mit Packet-Writing ist es möglich, ein beschreibbares optisches Medium ähnlich wie eine `F33f`_`[Wechselfestplatte`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Wechselplattenlaufwerk]`_`f oder einen `F33f`_`[USB-Stick`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=USB-Stick]`_`f zu benutzen. Packet-Writing mittels UDF wird derzeit von fast allen Betriebssystemen unterstützt, prominenteste Ausnahme ist `F33f`_`[Windows XP`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Microsoft_Windows_XP]`_`f, für das es jedoch zahlreiche `F33f`_`[Packet-Writing-Programme`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Packet-Writing]`_`f von Dritt-Anbietern gibt.
Die Recordingfunktion von Windows Vista formatiert `F33f`_`[CD-Rs`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=CD-R]`_`f / `F33f`_`[DVD-Rs`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=DVD-R]`_`f, auch ohne Zutun des Benutzers, als UDF, teils noch bevor der Auftrag zum Schreiben einer Datei auf den Datenträger gegeben wurde. Die so automatisch erstellten CDs / DVDs sind inkompatibel zu `F33f`_`[Windows 2000`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Microsoft_Windows_2000]`_`f und älteren Betriebssystemen.
>>Versionen
Im Laufe der Jahre sind folgende Versionen von UDF erschienen:
`!1.00`!
(24. Oktober 1995) für `F33f`_`[CD-ROM`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=CD-ROM]`_`f: Neuerungen:: - Erstmalige Einführung
`!1.01`!
(3. November 1995) erste Ergänzungen für `F33f`_`[DVD`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=DVD]`_`f: Neuerungen:: - DVD-Anhang hinzugefügt
`!1.02`!
(30. August 1996) Standard-Format der `F33f`_`[DVD-Video`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=DVD-Video]`_`f: Neuerungen:: - Grundlegende Unterstützung für Dateien und Verzeichnisse: - Einfache Dateinamen, keine erweiterten Funktionen wie Unicode-Zeichen oder lange Dateinamen
`!1.50`!
(4. Februar 1997) Standard-Format für wiederbeschreibbare `*Daten`*-DVDs (DVD-RAM, DVD±RW, aber auch CD-RW): Neuerungen:: - Unterstützung für Unicode-Zeichen und lange Dateinamen
`!2.00`!
(3. April 1998) Standard-Format für Filmaufnahmen auf `F33f`_`[DVD-RAM`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=DVD-RAM]`_`f: Neuerungen:: - Einführung Möglichkeit Medien hinzuzufügen und zu löschen (Prinzip: `F33f`_`[CD/RW`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=CD-RW]`_`f): - Unterstützung `F33f`_`[Schreibschutz`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Schreibschutz]`_`f und Datei-Berechtigungen
`!2.01`!
(15. März 2000) Fehlerbehebungen zu 2.00: Neuerungen:: - Fehlerbehebungen: - Bessere Unterstützung für Dateisystem-Integrität und Stabilität
`!2.50`!
(30. April 2003) für `F33f`_`[BD-RE`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=BD-RE]`_`f: Neuerungen:: - Erweiterte Funktionen für Videoaufnahmen und `F33f`_`[Metadaten`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Metadaten]`_`f
`!2.60`!
(1. März 2005) für `F33f`_`[BD-R`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=BD-R]`_`f
UDF 1.0x findet man meist gemeinsam mit ISO 9660 als UDF/ISO-Bridge, um eine bessere Kompatibilität zu älteren Betriebssystemen und Geräten zu erreichen.
Für die Verwendung als Disketten-Ersatz, beispielsweise DVD-RAM oder Packet-Writing auf CD-R(W) und DVD±R(W), ist UDF erst ab Version 1.50 geeignet. UDF 1.50 wird jedoch erst von modernen Betriebssystemen (Windows ab `F33f`_`[Windows 2000`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Microsoft_Windows_2000]`_`f lesend und ab `F33f`_`[Windows Vista`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Microsoft_Windows_Vista]`_`f auch schreibend, `F33f`_`[Mac OS`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mac_OS_(Classic)]`_`f ab `F33f`_`[Mac OS 8.6`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mac_OS_8]`_`f lesend und schreibend, `F33f`_`[macOS`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=MacOS]`_`f ab `F33f`_`[10.4`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mac_OS_X_Tiger]`_`f UDF 2.0, ab `F33f`_`[10.5`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mac_OS_X_Leopard]`_`f auch UDF 2.6; `F33f`_`[Linux`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Linux]`_`f ab `F33f`_`[Kernel`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Linux_(Kernel)]`_`f 2.4 lesend und ab Kernel 2.6 auch schreibend, jedoch nur bis UDF 2.01, UDF 2.60 lesend ab Kernel 2.6) unterstützt.
Neuerungen:
• Verbesserung der Fehler-Erkennung und -Korrektur, Dateisystemstruktur und Kompatibilität mit aktuellen Betriebssystemen
>>Normen und Standards
• ISO/IEC 13346 (Teile 1 bis 5), basiert auf der ECMA-167.
>>Siehe auch
• `F33f`_`[ISO-Abbild`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=ISO-Abbild]`_`f
• `F33f`_`[Livedateisystem`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Livedateisystem]`_`f
• `F33f`_`[Liste von Dateisystemen`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Liste_von_Dateisystemen]`_`f
Programme, die das Universal Disk Format erstellen und/oder modifizieren können:
• `F33f`_`[mkisofs`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=Mkisofs]`_`f
• `F33f`_`[IsoBuster`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=IsoBuster]`_`f
• `F33f`_`[ISO Master`:/page/entry.mu`zim=wikipedia_de_all_nopic_2026-01.zim|entry_path=ISO_Master]`_`f
>>Literatur
• David A. Solomon, Mark E. Russinovich: Inside Microsoft Windows 2000. 3. Auflage. Microsoft Press, 2000, ISBN 0-7356-1021-5 (englisch).
>>Weblinks
• ECMA-167
• Spezifikationen der UDF-Versionen der OSTA (englisch)
• DVD FAQ (englisch) von Jim Taylor
>>Einzelnachweise
`:cite-note-1`!1.`! Wenguang Wang: `*Wenguang’s Introduction to Universal Disk Format (UDF).`* In: `*sites.google.com.`* 1. Februar 2009, archiviert vom Original am 17. Januar 2023; abgerufen am 10. Januar 2021 (englisch).
`:cite-note-udf-whitepaper-softarch-2`!2.`! `*White Paper: The Universal Disk Format UDF.`* (PDF; 53 kB) In: `*softarch.com.`* Software Architects Inc., 6. August 1998, S. 4, archiviert vom Original am 6. Februar 2009; abgerufen am 11. Januar 2021 (englisch).
`:cite-note-3`!3.`! `*Universal Disk Format Specification (Revision 2.60).`* (PDF; 808 kB) In: `*osta.org.`* 1. März 2005, S. 8, abgerufen am 10. Januar 2021 (englisch).
`:cite-note-udf260-s13-4`!4.`! `*Universal Disk Format Specification (Revision 2.60).`* (PDF; 808 kB) Abschnitt: 2.1.4 Timestamp. In: `*osta.org.`* 1. März 2005, S. 13, abgerufen am 31. Januar 2021 (englisch).
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